Nolwenn Leroy: "Ô Filles de L'Eau (Warner)

09.04.13 - Music
Walter Engel, head of music

NOLWENN LEROY: „Ô FILLES DE L’EAU“ (UNIVERSAL)

Traditionelle Klänge mit Ohrwurm-Effekt in modernem Gewand

 

 

Ihre ersten musikalischen Sporen verdiente sich die 30 Jahre alte Französin, die auch einzige Zeit in den USA weilte, mit der Teilnahme bei „Star Academy“ – einer französischen Variante der Casting-Shows - vor rund 10 Jahren. Eine Musical-Karriere, für die sie sich erfolgreich beworben hatte, schlug sie aus und gewann prompt den oben genannten Wettbewerb.

 

Ihr Debüt-Album „Nolwenn“ war im frankophilen Sprachraum mit mehr als 600.00 Alben ein Supererfolg. Danach gelang ihr 2006 auch der Sprung über den großen Teich nach Kanada, wo sie seither zu den fixen Größen und gefragtesten Künstlern zählt.

 

Ihre melodischen Popsongs mit vorwiegend traditionellem, folkloristischem Einschlag aus der Bretagne, Irland und England, bescherten der Tochter eines berühmten ehemaligen französischen Fußballers 2010 mit dem Album „Bretonne“ einen nun auch europaweit durchschlagenden Erfolg. Mehr als 1,2 Millionen Einheiten konnte Nolwenn Leroy u.a. auch in Deutschland absetzen.

Ihr Klangbild erinnert mich ein wenig an erfolgreiche Zeiten von Mike Oldfield und Maggie Reilly, sowie an Blackmore’s Night – das musikalisch höchstwertige Projekte von Ex-Deep Purple Gitarristen Ritchie Blackmore und seiner Ehefrau Candice Knight.

 

Nun liegt ihr brandneues Schaffen mit dem neuen Album „Ô Filles de l’Eau“ vor. Der Tradition folgend, liefert Nolwenn Leroy auch diesmal eingängige, wunderschöne Melodien – manche auch mit absolutem Ohrwurm-Effekt, wie beispielsweise die Single „Just Pour Me Souvenir“, „Homeland“ oder das wunderbar dramatische „Ophélia“.

 

Ein tolles Album, welches sicherlich einen Fixplatz in meiner Plattensammlung bekommen wird. Für Freunde harmonischer Musikklänge ohne quälender Dissonanz – ein echter Leckerbissen.

 

Walter Engel

tags: Nolwenn Leroy, Ô Filles De l’Eau, Warner